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Verputz im Altbau

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Es ist ärgerlich: Überall findet man abgelösten Verputz an den Wänden.

Beim vorsichtigen Klopfen klingt er hohl und droht von der Wand zu fallen. Doch warum ist der Verputz eigentlich lose, und weshalb hat er sich von der Steinwand gelöst?

Ein weiteres typisches Problem: Wenn man versucht, ein Loch in die Wand zu bohren, wird es meist zwei bis vier Millimeter größer als geplant. Was viele nicht wissen: Bei diesen Altbauten handelt es sich häufig um alten Kalkputz.

Wir bewundern einerseits die jahrhundertealten Gebäude in Rom und verfluchen gleichzeitig unseren bröckelnden Altbauputz. Dabei vergessen wir, dass es sich im Grunde um das gleiche Material handelt wie das, das in Rom seit mehreren hundert, vielleicht sogar tausend Jahren erhalten geblieben ist – während unser Putz gerade einmal rund 100 Jahre alt ist. Woran liegt es also, dass er sich so häufig von der Wand löst?

Der Grund liegt in einer Veränderung, die in den 1960er-Jahren begann: Die Dispersionsfarbe kam auf den Markt. Sie war neu, beliebt und wurde bald in fast jedem Haushalt verwendet. Was damals jedoch kaum jemand wusste: Mit dieser Farbe versiegelt man den alten Kalkputz vollständig. Dadurch kann er keine Feuchtigkeit aus der Raumluft mehr aufnehmen und trocknet allmählich aus.

Dabei braucht Kalkputz Feuchtigkeit, um stabil, flexibel und fest an der Wand zu bleiben. Er reguliert außerdem das Raumklima und sorgt Sommer wie Winter für eine angenehme Luftfeuchtigkeit.

Wenn sich der Kalkputz jedoch einmal von der Wand gelöst hat, bleibt letztlich nur eine Konsequenz: Der Verputz muss erneuert werden!

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